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Frauen der FWG-Mühlenkreis besuchen Hexenhaus in Espelkamp PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 07. Oktober 2011 um 01:34 Uhr

Auf dem Foto von links nach rechts: Anke und Christel Erfmeyer (Mindener Initiative), Ute Niestrath (FWG Hüllhorst), Miriam Stock (Mitarbeiterin), Ulrike Kokemor und Monika Staubach (FWG Rahden)

 

 

 

Seit 25 Jahren nehmen das Frauenhaus und die Frauenberatungsstelle im Espelkamper Hexenhaus Frauen auf, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind. Fünf weibliche Mitglieder der FWG-Mühlenkreis besuchten vor kurzem dieses „Hexenhaus“ um sich vor Ort zu informieren. Die Informationen erfolgten durch die Qualitätsmanagementbeauftragte Miriam Stock.

Ausgehend von der ersten Frauenschutzwohnung, in die Frauen mit ihren Kindern vor ihren gewalttätigen Partnern flüchten konnten, entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Zentrum für Frauen, das mit Frauenhaus, Frauenberatungsstelle, Frauentreffpunkt und Frauenwohnprojekten ein umfassendes Angebot vorhält. Das Haus in der jetzigen Form besteht seit 1991. Es gibt 16 Plätze für Frauen und Kinder. Im Jahr finden dort ca. 70-80 Frauen mit ca. 45-80 Kindern Unterkunft mit einer Verweildauer von durchschnittlich 1,5 Monaten. Besonders hervorzuheben ist auch, dass 2 behindertengerechte Plätze zur Verfügung stehen. Die Beratung und Betreuung erfolgt durch Sozialpädagogen (1,5 Stellen) und für die Kinder durch Erzieherinnen (2 x 0,5 Stelle).

Lt. Frau Stock schafft ein Drittel dieser Frauen den Absprung ins normale Leben, ein weiteres Drittel geht zurück in die Gewaltsituation und das letzte Drittel davon wird in anderen sozialen Einrichtungen weiter betreut.

In der teilstationären Einrichtung „alleine leben lernen . . .“ erfolgt die Begleitung von Frauen durch Hilfepläne und physische Stabilisierung sowie wenn Wohnungslosigkeit droht oder besteht. Ferner werden Gruppenangebote und offene Treffmöglichkeiten mit unterschiedlichen Themen-schwerpunkten angeboten.

Kostenlos und anonym gibt es auch eine Beratung für hilfesuchende Frauen in Krisensituationen. Einmal in der Woche (zz. montags) findet in der Außenstelle Bad Oeynhausen eine offene Sprechstunde statt. Die Beratung nehmen ca. 300 - 350 Frauen in etwa 1.000 – 1.200 Gesprächen jährlich in Anspruch. Hier erfolgt die finanzielle Unterstützung durch eine Stiftung.

Es ist bereits angedacht, möglichst schnell eine Online-Beratung aufzubauen.

Seit Jahren erfolgt bereits eine Zusammenarbeit des Espelkamper Hexenhauses mit anderen Frauenhäusern in dieser Region, wie z.B. in Minden, Herford oder Bielefeld. Das Hexenhaus  ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW.

Politisches Ziel ist es, Gewalt gegen Frauen und deren gesellschaftliche Ausgrenzung öffentlich zu machen.

Im Anschluss an das Informationsgespräch führte Frau Stock die Mitglieder der Freien Wähler Gemeinschaft Mühlenkreis noch durch einige Räume des Hexenhauses. Alle Mitglieder waren beeindruckt von den vielfältigen Hilfsangeboten, die dieses Frauenhaus bietet. Dies sollte unbedingt weiterhin unterstützt werden.